Category Archives: Region Vorderasien

Israel

Auf zu neuen Ufern
Um fünf Uhr in der Früh ist Tagwach. Wir starten in unser nächstes Abenteuer. Es wartet Neuland auf uns: wir fliegen für knapp zwei Wochen nach Israel. Waaaaaaaaaaaas, wohin? werden sich nun einige viele fragen. Ist das dort nicht gefährlich??? Zugegebenermassen waren wir während den Vorbereitungen mit einigen speziellen Recherechen beschäftigt. Aber damit wollen wir unseren Reisebericht ganz bestimmt nicht beginnen und berichten gerne später darüber.

Die vielen orthodoxen Juden am Flughafen dienen als letzte Reisevorbereitung für die Kids. Interessant ist, dass sie restlos alle nach New York fliegen und kein einziger mit uns nach Israel. Der Flug geht zügig vorbei und die Kids sind Dank on-board-Entertainment beschäftigt und ruhig. In Tel Aviv angekommen, geht es zu und her wie in einem Bienenhaus. Bei der Passkontrolle drängeln sich Israelis, Palestinänser und Touristen. Da sich die Einreise je nach Fragerei hinziehen kann, müssen wir uns eine ganze Weile gedulden bis wir endlich an der Reihe sind. Auch wir bekommen ein paar Fragen gestellt, dürfen aber entgegen meinen Erwartungen – wir haben ja auch noch ein paar andere Stempel im Pass, die hier nicht nur gern gesehen sind – rasch einreisen. Mit Sack und Pack holen wir das Mietauto, machen uns startklar und fahren im dichten Abendverkehr ins 100 km entfernte Haifa. Wir kommen nicht wirklich vorwärts, verpassen glatt eine Abzweigung und die Kids werden langsam aber sicher müde und quengelig. Zum Glück übermahnt sie bald der Schlaf und wir können in aller Ruhe den Rest des Weges zurücklegen. Ein weiter Teil der Strecke führt direkt an der Mauer zur Westbank entlang. Überall sehen wir Minarettspitzen, die sich gegen den Himmel strecken. Alles ist in hebräisch, arabisch und englisch angeschrieben – ausser wenn man wohl nicht abbiegen sollte als Tourist, dann fehlt englisch… In Haifa werden wir vom Vermieter der Ferienwohnung schon erwartet. In einem Wohnquartier beziehen wir ein grosses Haus, wo wir alles finden was wir brauchen. Das Haus ist sehr geschmackvoll eingerichtet. Das einzige was gewöhnungsbedürftig ist: es hat eine Art Wasserfall in der Stube und es schmeckt überall penetrant nach Raumerfrischer. Damit wir noch etwas essbares zwischen die Zähne bekommen, muss Papa nochmals ausrücken. Er besorgt im Supermarkt in letzter Minute Futter und Getränke für ein einfaches Znacht. Mit der Bettruhe dauert es dann noch ein bisschen. Alle Eltern können erahnen wieso. Es ist immer ungünstig, wenn die Kinder so plus/minus fünf Uhr noch rasch einen Nuck im Auto nehmen… Irgendwann ist dann aber doch Ruhe und die Eltern können sich dem ersten israelischen Bier im kitschigen Gärtchen widmen.

Melias Geburi in Haifa
Wir schlafen aus. Für unsere Verhältnisse sogar richtig lang. Heute ist Melias 4. Geburi und so gibt es schon zum Frühstück Rüeblitorte aus der Schweiz. Happy Birthday, liebi Melia! Danach besuchen wir die Bahai Gärten von Haifa (Unesco Weltkulturerbe, aber nicht im Buch…). Die ganze Stadt ist an einem Hügel gebaut und so erstreckt sich auch der riesige, sehr gepflegte Garten über mehrere Terrassen hin. Wir haben uns auf einen längeren Marsch von oben nach unten wieder nach oben eingestellt. Aber wir haben Glück (oder Unglück, je nachem wen man fragt): man kann oben nur die zwei ersten Terrassen besuchen, das Zwischenteil ist geschlossen und für den unteren Teil mit dem Schrein sind wir schon zu spät dran. Das kommt davon, wenn man ausschläft… Die Besichtigung des unteren Teils wird kurzerhand verschoben. Sehr zur Freude der Kids, denen das so ziemlich egal ist, fahren wir direkt an den Strand. Fürs Baden reichen die Temperaturen noch gerade nicht. Aber zum barfuss und im T-Shirt im Sand herumzurennen ist es perfekt. In einer Strandbeiz bekommen wir ein absolut super feines Zmittag. Hummus, Fladenbrot, Halumi, Salat, Pommes – einfach perfekt. Nini ist ebenfalls im Himmel. Es wird auch normales Brot, Anke und Konfi serviert… Danach müssen wir noch ein paar Sachen einkaufen. Im Supermarkt staunen wir nicht schlecht ab den Preisen. Es ist quasi alles mindestens gleich wenn nicht gar teurer als bei uns. Da wir für die Autofahrten noch ein (Schlaf-)Kissen für die Kids brauchen, grad so auf Anhieb keines finden und dieses ja wohl eher teuer wäre, landen wir kurzerhand im Ikea. Fast alles ist wie zu Hause. Es gibt nur weniges was den hiesigen Gepflogenheiten angepasst wurde. Zurück in der Ferienwohnung gibt es nochmals Kuchen für Melia. Sie ist die einzige die den Schoggikuchen der Vermieterin geradezu verschlingt. Ganze drei Stücke landen im Bauch. Das mit der Nachtruhe klappt heute massiv besser und bald liegen die vier- und sechsjährige im Bett und schlafen tief und fest.

Israel, Haifa, Bahai Gardens

Akko
Heute sind wir zeitiger dran und das ist gut so. Wir finden erstens einen zentralen Parkplatz und haben zweitens die Altstadt und die Sehenswürdigkeiten quasi für uns. Unseren Rundgang beginnen wir beim Fort. Vieles ist unterirdisch und die Tour durch die Katakomben finden nicht alle grenzenlos lustig. Wir fühlen uns wie in einem Labyrinth und laufen einfach der Nase nach. Zu unserer Freude finden wir tatsächlich den Tunnel, durch welchen man das Fort auch verlassen kann. Weiter geht es durch die engen Gassen zum berühmten Hammam. Das Badehaus wurde perfekt aufgemotzt und dient heute als Museum. Den Kids ist es ein bisschen suspekt, dass man zu Hause keine Dusche hat und sie finden den anschliessenden Moscheebesuch einiges interessanter. Direkt vor der Moschee gibt es eine Pause und wieder extrem lecker Essen. Sogar Nini langt zu. Nur die Falafel will sie (noch) nicht probieren. Dies freut vor allem Melia, die kann nämlich von den kleinen Dingern gar nicht genug kriegen. Über den Bazar spazieren wir zum Hafen. Wir sind überrascht, dass hier so viele Moslems wohnen und wir fühlen uns wie im Orient (ich muss ehrlich zugeben, dass ich das naive und nie hinterfragte Gefühl hatten, dass ausser in Jerusalem Juden und Moslems in dieser Gegend klar getrennt voneinander wohnen. Dem ist aber überhaupt nicht so. Rund 20% der israelischen Bevölkerung hat einen moselmischen Hintergrund. Und eine zu dieser Zahl passende weitere Zahl: 12% der Bevölkerung machen orthodoxe Juden aus). Wie wir später erfahren werden, haben heute alle frei, damit sie das neuen Parlement wählen können (oder auch nicht…). Viele scheinen dies (auch) für einen Ausflug mit der Familie zu nutzen. Und da jüdische Familien eher viele Kinder bis sehr viele Kinder haben, wird es uns zusammen mit den Touristengruppen langsam ein bisschen too busy in der charmanten, aber engen Altstadt von Akko. Die Sonne ist heute intensiver als gestern und wir haben alle heiss. Es ist deshalb Zeit an den Strand zu gehen. Nahe an der Ferienwohnung schmeissen wir uns mit sehr vielen Einheimischen in den Sand. Es etwas windig, was aber einige nicht davon abhält ein bisschen mehr als nur die Füsse ins Wasser zu halten. Am Abend kochen wir ein paar Teigwaren in unserer Bleibe. Wir geniessen die Ruhe und den Platz nach dem Rummel von heute.

Israel, Akko, Bath

Höhlenforscherinnen oder auch nicht
Wir haben uns einiges vorgenommen für heute. Erster Programmpunkt ist der noch fehlende Schrein der Bahaii. Dabei können wir die Gärten noch besser und näher betrachten als beim ersten Versuch. Sie sind wirklich wunderschön und wir wollen gar nicht wissen, wie viele Gärtner für diese Pracht notwendig sind. Es müssen einige sein. Vor dem Eingang zum Schrein werden wir aufgeklärt, dass dies der zweitheiligste Ort der Bahaii ist, wir die Schuhe ausziehen müssen und ruhig sein sollen. Wir sind gespannt auf das, was uns erwartet und landen in einem vielleicht 5 auf 5 Meter grossen Raum ohne Schnörkel und sonstigem was man in einem Gotteshaus so erwartet. Hmmm… eher ein Wohnzimmer ohne Möbel. Wir sind fast ein bisschen enttäuscht, aber wenn man die Grundprinzipien der Religion anschaut – was ich übrigens jedem empfehle, denn diese junge Glaubensrichtung überrascht doch sehr -, kann man verstehen warum es so aussieht. Unser nächster Halt machen wir bei der römischen Siedlung von Caesarea. Das wäre wohl alles mal interessant gewesen, aber leider hat die Anlage heutzutage null Charme. Das Vergnügen ist wichtiger als die Geschichte und die meisten Steine sind auch noch in Renovation. Egal, das einmal mehr mega feine Essen entschädigt für fast alles. Wir fahren weiter zu den Nahal Me’Arot Höhlen, die sogar zum Unesco Weltkulturerbe gehören. Langsam aber sicher merken wir, dass Nini wohl ein Problem mit dunklen Höhlen hat. Sie wird definitv nie Höhlenforscherin. Entsprechend kurz fällt unser Besuch aus. Nicht dass es wahnsinnig viel zu entdecken gegeben hätte, aber der anschliessende Glace-Halt dauert mindestens genau so lange. Der letzte Stopp für heute sind die Gräber von Beit She’Arim. Diese sind in den Felsen gehauen und sehr zur “Freude” von Nini wieder wie Höhlen. Zum Glück kann man aber hier auch von aussen einges entdecken. Sehr zum Entdecken sind zum Beispiel neben den Gräber die zahlreichen Hochzeitspaare – es sind mind. sechs –, sie sich hier in pompösen Kleider ablichten lassen. Es ist nun klar, dass unsere Töchter auch einmal so heiraten werden. Wir dürfen gespannt sein… Via Supermarkt geht es zurück in die Ferienwohnung, wo wir den Rest des Abends gemütlich angehen und dahin plätschern lassen.

Israel, Caesarea, Flower

Ein Meer für Erwachsene
Nach vier Nächten in Haifa ist Schluss und wir fahren heute an den südlichsten Punkt unserer Reise. Da Odi eine Abzweigung verpasst, fahren wir ein Teilstück auf einer Nebenstrasse. Aus dem Augenwinkel sehe ich auf einem braunen Wegweiser das Unsesco-Zeichen und wir zögern nicht lagen und legen in Megiddo einen Stopp ein. Der Ort ist ein in der Bibel oft erwähntes Dorf. Wir spazieren durch die relativ gut erhaltenen Bauten und kommen irgendwann zum Highlight: ein ca. 100 Meter langer Tunnel, welcher früher das Wasser von einer Quelle in das Kaff brachte. Heute kann man über ziemlich viele Treppen von einem Ende zum anderen laufen. Wir freuen uns, dass sogar Nini ohne Zögern mit von der Partie ist. In Beit Sche’An, dem heutigen Fixpunkt, gibt es danach Steine aus der Römerzeit anszuschauen. Da es ziemlich heiss ist und langsam aber sicher alle Hunger haben, dehnen wir den Besuch nicht unnötig aus. Nach dem Rundgang gibts im Schatten ein wohlverdientes PicNic.

Israel, Beit She'an, National Park

Danach geht es nur noch südlich. Über den Highway 90, der zu einem grossen Teil durch die Westbank führt, jedoch auch für Individual-Touristen sicher sein soll, fahren wir zum Toten Meer. Von der Westbank selber sehen wir vor allem unbebaute Hügel. Die Landschaft wechselt von satten grün zu brauner, furztrockener Wüste. Wir fahren durch einige einfache Dörfer, die auch irgendwo sonst im Mittleren Osten stehen könnten. Ungewohnt sind einzig die Wegweiser nach Jericho. Diese zeigen klar an, dass man hier nicht abbiegen darf (mind. Israelische Staatsbürger nicht, wir dürften). Städte wie Jericho gehören zur Zone A und sind damit voll in palästinänsischen Händen. Noch in der Westbank erreichen wir das Tote Meer. Hier wirbt man mit der “lowest bar on earth” (420 m unter dem Meersesspiegel!). Klar, dass wir dort einkehren müssen. Die Bar steht an einem mit der notwendigen Infrastruktur ausgestatteten Privatstrand, zu dem man nur Einlass bekommt, wenn man einen saftigen Eintrittspreis zahlt. Eigentlich wollten wir ja nur einkehren, aber da wir nun auch bezahlen, holen wir auch gleich die Badehose und liegen ins Meer. Also nicht alle… die Kids sind super skeptisch. Sie setzen keinen Fuss in das sehr salzige Nass. Wir vermuten, dass es weniger mit dem Salzwasser als vielmehr mit dem Schlamm zu tun hat, den sich hier quasi alle überall hinstreichen. Als sich der Papa auch damit einreibt, können sie sich kaum beruhigen. Komisch… da dürften sie einmal mit Schlamm spielen, ohne dass Mama durchdreht und dann drehen die Kinder durch, wenn sich die Eltern damit einreiben. Wir verlassen die Westbank mit einem Wink via Check-Point. So unaufgeregt, hätten wir das Ganze nun doch nicht erwartet. In Arad – wieder 500 Meter über dem Meereslevel und entsprechend einige Grad kühler – beziehen wir unsere Bleibe für die nächsten drei Nächte. Wir haben lange nicht mehr so viel Platz wie in Haifa, dafür ist die Aussicht auf die Wüste toll. Auch sonst fehlt es an nichts, sogar einen Bunkerraum hats… Da die Läden morgen um 15 Uhr schliessen und dann bis Sonntag wegen dem Shabath nicht mehr öffnen, schicken wir Papa noch ins Einkaufszentrum. Wir Girls richten uns während dessen in der Ferienwohnung ein. Nach dem Znacht nehmen Anina und Melia ein ausgiebiges Bad im grossen Whirlpool im Wohnzimmer. Als der Schwimmkurs zu Ende ist, gibts bald Ruhe und für die Eltern noch einen Schluck einheimischen Wein.

Masada
Heute steht ein weiteres Highlight unserer Reise auf dem Programm. Im Gegensatz zu allen anderen, denen wir heute dort begegnen werden, hat unser Besuch keinen religiösen Hintergrund. Vielmehr gehört Masada zum Unesco Weltkulturerbe. Egal wieso man hier ist, der Ort ist für jeden Besucher eindrücklich. Leider erwischen wir gerade die Hauptreisezeit der Gruppen und sind so nicht ganz alleine unterwegs. Mit der Gondel fahren wir nach oben und schauen uns die Anlage an. Zurück am Toten Meer kehren wir für im Mäc ein. Nicht gerade der Hammer, aber ok. Danach wollen die Parentis nochmals ins Meer steigen. In Ein Bokek richten wir uns an einem öffentlichen Strand (kostenlos) ein und lassen uns vom Salzwasser treiben. Da es in diesem unteren Teil KEIN Schlamm und nur Salz hat und es zudem aussieht wie an einem wunderschönen Strand in Thailand, lassen sich die Kids zu mehr bewegen als gestern. Nini begnügt sich mit nass machen der Füsse und Hände. Melia zeigt sich mutiger und sitzt hinein – immerhin so lange bis das Arsch (excusé) anfängt zu brennen und ich sie schnurstraks zur Dusche bringen muss. Das Tote Meer ist auch heute kein Meer für die Kinder, schliesslich gibt es doch einiges was man sonst im Wasser immer tut und man hier auf keinen Fall tun sollte. Auch schon auf einen einzigen Wasserspritzer ins Auge kann man gut verzichten. Man stelle sich vor, dass man gar mit dem Kopf untertaucht… nein, lieber nicht.

Israel, Ein Bokek, Dead Sea

Advat und Negev Wüste
Nach den römischen und den biblischen Steinhaufen sowie den Steinhaufen aus der Steinzeit stehen heute noch die Überbleibsel eines Dorfes, welches zur Gewürzstrasse gehörte, auf dem Programm (auch Unesco, jedoch nicht im Buch). Die Kids sind nach dem Einführungsfilm im Element und wollen alles wissen, was hier passiert ist. In der Mittagssonne sind wir alleine auf dem Hügel und wacker laufen wir von “Zimmer zu Zimmer”. Wir sind dankbar, dass die Kids nach Steinhaufen 728 immer noch ohne Murren mit von der Partie sind! Nach dem Pic-Nic fahren wir noch ein kurzes Stück weiter in den Süden zum Grand Canyon von Israel, dem Maktesh Ramon in der Wüste Negev. Leider eine kleine Enttäuschung. Die Aussichtsplattform ist gesperrt und den Canyon suchen wir irgendwie vergebens. Also es hat schon so eine Art Canyon, aber da haben wir schon viel eindrücklicheres gesehen – wir verwöhnten Weltreisenden aus Bern… Auf dem Heimweg machen wir noch einen Stopp bei einem Beduinen und seinem Kamel. Die Kids wollen auf ein Kamel und da Mama für fast jeden Spass zu haben ist, mache wir zu dritt einen kurzen Ausritt mit einem dieser riesigen Viecher. Die Landschaft hier unten erinnert uns oft an das Death Valley. Weite Teile sind unbewohnt. Es gibt grössere Käffer, aber mehrheitlich sehen wir sehr einfache Blechhütten, die wohl mehrheitlich von arabisch sprechenden Menschen bewohnt werden, die von der Geissen- und Schafszucht leben und mausarm sind. Zurück in der Ferienwohnung sehen wir ein Auto der UN über der Strasse parken. Wir staunen nicht schlecht, als wir in astreinem Berndeutsch angesprochen werden. Christina aus Langnau und ihre Familie wohnen in Jerusalem und sind mit ihren Freunden aus der Schweiz im Ferienhaus gegenüber untergebracht. Wir nutzen die Gelegenheit und erkundigen uns nach der Sicherheit in Jerusalem. Sie winkt sofort ab und meint, dass wir uns überhaupt keine Gedanken machen müssen. Somit sind im Nu auch unsere letzten Bedenken aus dem Weg geräumt und wir sind ready für die morgige Weiterreise in das nächste Highlight unserer Reise: Jerusalem.

Nachtrag für die Geschichtsbücher: YB holt heute wieder den Chübu nach Bern! Auch hier weit weg von Bern – in Arad – bin ich emotional voll dabei und überglücklich! Bravo Giele, dir sid die geilschte!

Grrrr…
Es gibt Tage die sind einfach Scheisse – auch auf Reise oder gerade auf Reise. Heute ist so ein Tag. Aber alles der Reihe nach. Wir lassen den Tag gemütlich angehen, frühstücken, packen alles ein und machen uns irgendwann auf den Weg. Bevor wir nach Jerusalem fahren, machen wir noch einen Abstecher zu einem weiteren National Park, wo es einmal mehr ein paar Höhlen und Steine zu besichtigen gibt.

Israel, Beit Guvrin, National Park

Dieses Mal ist es aber ganz bestimmt der letzte Ausflug dieser Art – versprochen -, denn langsam aber sicher haben auch die Eltern genug bekommen. Das Navi bringt uns via Westbank nach Jerusalem. Wir sind erneut überrascht, wie easy wir hinüber und vor allem wieder zurück kommen. In Jerusalem angekommen freuen wir uns auf das grosse und geräumige Appartment, dass wir für die nächsten drei Nächte bewohnen werden. Doch leider kommt es anders… Der Typ, der hier zum rechten schaut (eine Reception gibt es nicht wirklich, eigentlich funktioniert alles autonom), meint, dass er eine Doppelbuchung hätte und er uns deshalb keine Wohnung geben kann. Stattdessen wird er uns helfen eine andere Lösung zu finden. Der Höhepunkt: er weiss es schon seit zwei Tagen und hat einfach nichts gesagt. Grrrr… Irgendwo in einem kleinen Büro suchen wir so auf booking.com nach einer Alternative. Da wir uns nicht mit irgendeiner Absteige begnügen wollen, dauert die Suche seine Zeit. Er macht uns auch einen Vorschlag, ruft dann dort sogar an – ein Kollege von ihm – und meint, dass es klappt. Ok, das nehmen wir; wohl oder übel und buchen über booking.com. Dort angekommen ist leider niemand da, welcher uns den Schlüssel der Wohnung übergeben könnte. Also rufen wir wieder an und erfahren, dass die Wohnung nicht geputzt sei und dies heute nicht mehr erledigt werden können. Wir sollen doch morgen wieder kommen. Grrrr… Der Herr von der Eingangskontrolle kennt noch ein paar andere im Haus, die vermieten, aber leider hat keiner Kapazität. Und so machen wir uns wieder auf die Suche. Zum Glück haben wir Internet und finden so eine Bleibe, die noch frei sein sollte. Da wir nachher nicht noch mehr Geld hinterher springen wollen – wir mussten wohl oder übel alles zum vollen Preis annullieren – (Nachtrag vom 28.4.: wir bekommen alles retour und sogar noch die Differenz von booking erstattet, die wir dann schlussendlich im Hotel mehr bezahlt haben), fahren wir lieber gleich vorbei und fragen direkt vor Ort, obs effektiv noch Platz hat. Wir haben uns schlussendlich für ein Hotel entschieden, denn da fällt die Schlüsselübergabe Dank Reception doch meist sehr viel einfacher aus. Und es klappt – die Bleibe ist zwar nicht gerade das was wir gebucht und erhofft haben, aber es ist ok und immer noch besser als weiter suchen oder gar nix finden. Die Kids bleiben während diesem vier stündigen Theater überraschend ruhig – auch Dank iPad, welcher in dieser Situation als prima Babysitter dient. In der kleinen Wohnung haben wir nun weder Küche noch Waschmaschine und so müssen wir nochmals raus, um zu essen und Papa darf sich dann auch noch seiner Lieblingsdiszplin, der Handwäsche widmen. Beim Bier sind wir uns einig, dass wenn dies das einzige Problem ist, welchem wir in Israel begegnen, alles sehr ok ist. Aber im Moment nervt es halt trotzdem… Nicht umsonst sucht man ja zu Hause das passende Hotel raus.

Jerusalem Day 1
Für einmal sind wir froh, dass die Kids keine Langschläfer sind. So sind wir zeitig ready – Zmorge gibts unterwegs – für den Besuch der Altstadt von Jerusalem. Mit dem Tram fahren wir zum New Gate und betreten zum ersten Mal diese faszinierende Welt. Um diese Uhrzeit ist noch wenig los. Es haben erst einige Geschäfte offen und die Touristen sind auch noch nicht zahlreich. Durch unzählige Gassen und ganz bestimmt nicht auf dem direktem Weg spazieren wir zur Klagemauer. Beim Betreten des Platzes werden wir wie am Flughafen durchsucht. Wir schauen uns die Mauer vorerst nur kurz an und stellen uns stattdessen in der Schlange, welche sich beim Eingang zum Tempelberg gebildet hat. Wir sind überrascht wie effizient und rasch alles vor sich geht. Viel schneller als erwartet, erhalten wir nach einer erneuten Kontrolle inkl. Nennung der Nationaltät Einlass. Von der Brücke, die zum Tempelberg führt, können wir einen Blick von oben auf die Klagemauer werfen. Aktuell hat es nur wenige Gläubigen an der Mauer. Auf dem Tempelberg selber hat es vor allem Touristen(-gruppen). Muslime sucht man fast vergebens. Die Anlage ist riesig und verbreitet (heute) eine ruhige Stimmung. Irritierend ist nur die Gruppe von Juden, die von schwerbewaffneten Polizisten eskortiert wird. Anders können sie den Tempelberg nicht besuchen. Leider ist Nicht-Muslimen das Betreten der beiden Moscheen nicht erlaubt und so landen wir nach einer Runde bald wieder im Gewusel der Alststadt. Diese hat vier Viertel – jüdisch, muslimisch, armenisch und christlich. Man merkt sofort, in welchem man sich befindet, denn jedes versprüht seinen eigenen Charme. Bevor wir weiter auf Entdeckungstour gehen, brauchen wir aber Geld. Leider ist dies nicht so trivial wie man vermuten könnte. Es steht zwar an jeder Ecke ein ATM, doch der funktioniert mit unseren Karten nicht. Odi verlässt schliesslich die Altstadt und findet erst nach längerem Suchen einen Money Changer, bei welchem wir mit der VISA-Karte doch noch Geld beziehen können. Wir Mädels warten derweilen am Damaskus-Gate. Ich beobachte die Leute und das Getümmel (etwas genauer als mir lieb ist), die Kids spielen und springen herum. Mit Geld im Sack ist es nun Zeit für eine Jause im österreichischen Hospiz. In der schönen Gartenanlage geniessen wir die Ruhe. Bevor wir uns wieder durch die Gassen treiben lassen, darf ein Blick vom Dach des Hoszpiz nicht fehlen. Darauf folgt mein persönliches Highlight des Tages, ja eigentlich der ganzen Reise: der Besuch der Klagemauer. Der Platz hat sich seit dem ersten Kurzbesuch gefüllt und es ist lebendig und laut geworden. Wir lassen es uns nicht nehmen und bringen unsere Wünsche der Tradition folgend auf einem einen Zettel notiert zur Mauer. Einnmal auf der Männerseite und einmal auf der Frauenseite. Die Stimmung ist wirklich elektrisierend und zieht uns alle in ihren Bann. Ich könnte für die nächsten zwei Stunden am gleichen Ort stehen bleiben und es würde mir keine Minute langweilig werden. Unglaublich faszinierend was hier abgeht. Die Kids werden übrigens am Abend im Hotel noch mehr Wünsche aufschreiben und Klagemauer spielen. Wir haben nun im ganzen Hotelzimmer Zettel versteckt… Über den Pilgerweg Via Dolores, wo Jesus seinen letzten Weg gegangen sein soll, nähern wir uns einem weiteren Höhepunkt: der Grabeskirche. Von aussen eher unscheinbar, von innen riesig, verwinkelt, dunkel und sehr speziell. Hier wurde Jesus u.a. gekreuzigt. Der Auflauf an Touristen ist entsprechend gross. Die Gläubigen und Pilger sind in Extase, knien am Boden und küssen reinigen diesen. Wir sind beeindruckt, was hier auf diesem kleinen Fleckchen Erde alles zusammen kommt! Nach einem Stück Pizza haben wir genug und machen uns nach sieben Stunden in der Altstadt wieder auf den Weg zum Hotel. Wir sind einmal mehr überrascht, wie die Kids dies einfach so mitgemacht haben. Sie sind sowieso heute kaum müde zu kriegen. Im Hotelzimmer fallen Mama und Papa aufs Sofa und sie fangen sofort wieder an zu spielen, als ob nix gewesen wären und bleiben fit bis zur normalen Bettzeit – Hut ab! Ein grossartiger Tag in Jerusalem, welcher alle unsere Erwartungen mehr als erfüllt hat, geht damit zu Ende. Guet Nacht!

Israel, Jerusalem, Temple Mount

Nachtrag: wir haben uns heute übrigens nicht unsicher gefühlt. Es hat zwar mehr schwer bewaffnete Polizei als im Rest des Landes, die zum Teil Personenkontrollen durchführt, aber sonst ist es wie überall. Und diese Polizei hat es ja inzwischen auch in anderen Ländern und anderen Städten überall auf der Welt.

Jerusalem Day 2
Da wir gestern noch nicht genug bekommen haben von der Altstadt verbringen wir auch heute die Mehrheit des Tages in und um diese. Auf der Stadtmauer spazieren wir von einem Gate zum Nächsten. Die Kids entdecken irgendwann einen Spielplatz und da die Mauer hier tatsächlich einen Abgang hat, machen wir dort natürlich einen Stopp. Interessant sind die jüdischen Kinder, die hier zusammen ohne Aufsichtsperson spielen. Die Aufsicht für die zum Teil noch sehr kleinen Kids übernimmt eine etwa zehnjährige. Wir staunen wie das Mädel die Kids im Griff hat. Sie übt wohl für ihre eigene Kinderschar, die sie irgendwann später haben wird (orthodoxe Juden haben im Schnitt sieben Kinder, nicht strenggläubige Frauen haben in diesem Land im Schnitt drei). Nach einem kurzen Snack an einem fahrbaren Kiosk – die Kids finden es extrem grusig – gehen wir zur City of David. Einges kann man an der Oberfläche entdecken, aber das meiste ist im Untergrund zu sehen. Die ganze Wasserversorgung fand früher unterirdisch statt. Und so laufen wir durch einen Tunnel zur Quelle, wo Jesus einen Blinden geheilt haben soll, und durch einen anderen 650 Meter langen Tunnel wieder zurück. Es gäbe auch noch einen nassen Weg durch die Quelle. Aber für dieses Abenteuer sind die Kids noch zu klein. Nach einer Gelati gehen wir noch einmal zur Klagemauer. Wir sind erstaunt, wie unterschiedlich es bei jedem Besuch zu und her ging. Heute hat das Militär einen grossen Teil des Platzes abgesperrt – wir vermuten für eine Feier oder ähnliches – und es ist eher ruhig. Wir stecken nochmals einen Zettel in die Mauerritze und verlassen diesen magischen Ort wieder. Quer durch die Stadt gehts via Pizza-Stopp (die Kids verspeisen das dreifache von Mama und Papa) zurück zum Hotel. Wir sind auch nach vielen Stunden noch fit genug und lassen sogar das Tram rechts liegen. Der Abend endet wie gewohnt mit Hummus, Falafel, Pommes und Fladenbrot um die Ecke. Für die, dies interessiert: auch heute hatten wir kein unsicheres Gefühl. Die faszinierende Stadt hat uns in ihren Bann gezogen.

Israel, Jerusalem, Western Wall

Tel Aviv
Ein letztes Mal steht ein Wechsel der Logie auf dem Programm. Die letzten zwei Nächte der Reise werden wir in Tel Aviv verbringen. Bevor wir Jerusalem verlassen, wollen wir noch den obligaten Blick vom Ölberg auf die Altstadt werfen. Leider ist es extrem windig und regnerisch, so dass das tolle Fotomotiv grau in grau endet. In Tel Aviv ist das Wetter zum Glück wieder schön und mit etwas über 20 Grad relativ warm. An einem der zahlreichen City-Beachs gibt es Programm für die Kids: eine Runde auf dem Spielplatz, einmal Pommes mit Ketchup in der Strandbeiz (der lustige Kellner sagt beim Zahlen gleich wie viel Trinkgeld er will) gefolgt von nochmals toben auf dem Spielplatz und zum Abschluss Sandburg bauen. Nur für ein Bad lässt sich niemand erweichen. Die Ferienwohnung finden wir auf Anhieb und zu unserer Freude stimmt sogar der Code, welcher uns hineinlässt. Die Kids verfrachten wir Zwecks Entsandung sogleich in der Dusche. Dabei merken wir, dass wir nur kaltes Wasser haben. Dies melden wir dem Vermieter, worauf zuerst eine lustige SMS-Runde mit schlussendlich die Ankündigung folgt, dass ein Techniker vorbei kommt. Der Techniker entpuppt sich als Nachbar. Er kann den Schaden auch nicht fixen, so dass dann um halb neun Uhr Abends doch noch der Hausherr vorbei kommt und sich der Sache annimmt. Notabene haben wir alle kalt geduscht… und auf ein Sorry, warten wir auch vergebens. Wir mussten schon mehrmals feststellen, dass dieses Wort in Israel eher spärlich – wenn überhaupt – eingesetzt wird. Immerhin haben wir nun wieder warmes Wasser. Auch das Parking-System haben wir gedacht, dass wir das nun am Schluss der Ferien im Griff haben. Aber weit gefehlt – hier ist nochmals alles anders und nicht einmal der Vermieter weiss genau, wie es denn nun wirklich funktioniert. Mal schauen, wie hoch die Parkbusse sein wird…

Exkurs zu den Kosten:
Isarael ist extrem teuer. So teuer, dass sogar wir Schweizer, die uns ja eher höhere Preise gewohnt sind, immer wieder staunen müssen. Ein einfacher Einkauf kostet schnell 100 Franken. Eine Packung Salami zum Beispiel kostet locker 8 bis 10 Franken. Eine grosse Packung Humus gibts dafür schon für rund 3 Franken. Einmal auswärts Essen in einer sehr einfachen Beiz kostet rund 30 Franken. In der Strandbeiz in Tel Aviv zahlten wir für ein Snack-Zmittag gar 80 Franken. Parken kostet überall – Extrembeispiel Parkhaus Tel Aviv: 4 Stunden = 15 Franken. Eintritte zu Sehenswürdigkeiten sind meist um die 10 Franken. Für die Ferienwohnungen haben wir immer zwischen 150 und 200 Franken pro Nacht bezahlt. In Jerusalem sogar noch ein bisschen mehr. Einzig das Mietauto war so teuer wie üblich.

Global Act
An unserem letzten Ferientag in Israel schauen wir zuerst bei Täbi vorbei. Wir drei haben vor über 20 Jahren die Verkehrsschule besucht und kennen uns somit schon ewig. Vor einigen Jahren ist Täbi mit ihrer Familie nach Tel Aviv ausgewandert und hat hier inzwischen ihr eigenes Start-up gegründet. Haupstsächlich aus Kite-Segel produzieren Menschen von der Strasse coole Taschen, Rücksäcke und weiteres. Wir sind beeindruckt, bekommen eine Hausführung und erstehen einen tollen Rucksack für Mama. Klassische Sehenswürdigkeiten sucht man Tel Aviv vergebens. Am besten man lässt sich einfach durch die Strassen treiben. Genau das machen wir auf dem Jaffa Flohmarkt. Ein buntes Wirrwarr von allem möglichen erwartet uns. Da wir zu Hause leider kein Meer haben, ist dann auch klar, wo wir den Rest des Tages verbringen: am Meer. Zum Baden ist es zwar immer noch zu kühl, aber man kann sich ja auch sonst bestens vergnügen am 14 Kilometer langen Stadtstrand. Herrlich! Tel Aviv ist einfach nur cool und völlig relaxt und hat so gar nix mit dem Rest des Landes gleich.

Ausreise
Heute beginnen die Ferien zu Pessach. Weil während dieser Zeit alle irgendwie unterwegs sind – ausser die Orthodoxen – fahren wir frühzeitig zum Flughafen. Da wir auch gehört haben, dass sich die Ausreise je nach Fragerei hinziehen kann, macht es doppelt Sinn zeitig zu erscheinen. Das Auto ist so rasch abgegeben, dass wir es gar nicht merken. Wir warten und warten und als sich niemand mehr blicken lässt, frage ich schliesslich im Büro nach, ob wir den “entlassen” seien. Ja, das sind wir… Bevor man in Israel das Gepäck einchecken kann, muss man sich einer Vorschlange anstellen. Da findet dann auch die berühmte Fragerei statt. Besteht man diese, bekommt man einen Kleber auf den Pass und ein Band an das Gepäck. Danach darf man zum normalen Flughafen-Prozedere übergehen. Ich muss zugeben, die Fragerei war recht beeindruckend. Das junge Mädel stellte sehr gezielte Fragen, wechselte das Thema ohne dass man es richtig merkte und war sehr sehr aufmerksam. Wir bestehen den Test und dürfen eine Station weiter. Wobei unsere nächste Station ist vorerst eine Bank. Wir sind doch etwas arg früh aufgetaucht und das Check-in ist noch gar nicht offen. Irgendwann können wir das Gepäck dann doch abgeben und via elektronische Passkontrolle in den Abflugbereich gehen. Der Heimflug ist wieder super relaxt. Alle sind beschäftigt mit Filme gucken und im Nu erreichen wir auch schon wieder heimischen Boden. Da wir das Auto am Flughafen haben, ist er auch der letzte Teil der Reise entspannt. Die Kids schlafen irgendwann ein und wir Grossen sinnieren über die tolle Reise, sind dankbar ist alles so gut gegangen und freuen uns, dass wir Israel, als neues Land entdecken durften. Toll wars!

Hier noch der Eingangs erwähnte Excurs zu unserer Vorbereitung der Reise aufgrund der aktuellen Sicherheitslage:
Lange versuchte ich vergeblich Odi für das Reiseziel Israel zu gewinnen. Mit der Hilfe von unseren vielgereisten Freunden aus Heimberg (danke ihr zwei!) konnte ich ihn dann schliesslich doch überzeugen. Da die politische Lage in den touristischen Hotspots schon seit längerem stabil war, zögerte ich nicht lange und buchte den Flug und die Hotels. Und es kam wies kommen musste: rund drei Wochen vor unserem Abflug flogen wieder Raketen vom Gaza-Streifen nach Israel, Israel schoss zurück und auf dem Tempelberg warf einer mit einem Molotow-Cocktail um sich und schwups war Israel wieder überall in unseren Medien wenig positiv vertreten. Wir verfolgten daraufhin die Lage via lokale Medien (unsere Medien berichten schlicht zu einseitig) und kontrollierten täglich die Meldungen der deutschssprachigen auswärtigen Ämter. Richtig beunruhigt waren wir aber erst, als die Raketen aus dem Gaza-Streifen bis nach Tel Aviv flogen (das gabs seit über fünf Jahren nicht mehr). Beim ersten Mal gabs “nur” einen Sirenenalarm, beim zweiten Mal wurde ein Haus zerstört und die Menschen darin verletzt. Daraufhin buchten wir vorsichtshalber ein Hotel am Toten Meer um. Wir konnten so etwas Zeit gewinnen und die Annullationsfrist dort wo gerade notwendig um einge Tage verlängern (die Versicherungen zahlen in solchen Fällen nur, wenn das EDA vor der Reise abrät). Wir folgten nun auch Israel Defense Forces auf Twitter und luden uns eine App herunter, die alle Angriffe mit Sirenenalarm mit einer Push-Nachricht meldete. Und ja, wir schauten uns auch auf You Tube an, wie man sich im Falle eines Falles zu verhalten hat. Last but not least standen wir auch in Kontakt mit Täbi in Tel Aviv und der Inhaberin des Hotels am Toten Meer. Die beiden verstanden unsere Ängste und gaben uns offen und ehrlich Auskunft über die Lage vor Ort. Fazit dieser doch eher speziellen Vorbereitung der Reise: je mehr und breitfächiger wir uns mit der Lage in Israel beschäftigten, desto mehr konnten wir unsere Ängste wieder bei Seite legen. Wir merkten bald, dass unsere Medien doch eher einseitig berichten, wir uns schlicht solche Situationen einfach nicht gewohnt sind, wir entsprechend nicht damit umgehen können (dafür bin ich unglaublich dankbar und hoffe, dass es immer so bleibt), Israel das Land ist, welches bestens auf solche Situationen vorbereitet ist, man in der heutigen Zeit irgenwo hingehen kann und überall schreckliche Dinge passieren können und gesunder Menschenverstand und das Bachgefühl eh überall angebracht sind.

Zypern

X-Mas Holidays 2018
Einmal mehr mussten wir vor dem Abflug etwas “bibere”. Einmal mehr klagte die grosse Tochter am Tag vor dem Abflug über Ohrenschmerzen. Einmal mehr landeten wir unverhofft beim Dottore. Zum Glück war der Mann in Weiss vom City-Notfall sehr cool und zum Glück sind wir sofort hingegangen. Mit der richtigen Medizin – Algifor und Antiobiotika kombiniert – und ein paar extra Tipps gab er uns grünes Licht für den Flug von heute. Und so sitzen wir wie geplant, zugegebenermassen leicht angespannt, im Flugi, welches uns nach Zypern bringt. Doch es geht alles gut: das Ohr hält und Nini hat keine Schmerzen. Schwein gehabt! Pünktlich landen wir in Larnaka. Langsam aber sicher sind einige ziemlich müde und wir sind froh, müssen wir nur noch wenige Kilometer fahren. Das grosse Haus ist schnell bezogen und bald schlummern alle in im Ferienhaus in ihrem Bett. Zypern da sind wir!

Nikosia
Im Lidl decken wir uns mit Futter und Getränken für die nächsten paar Tage ein. Danach fahren wir in die zwei geteilte Hauptstadt. Da man mit dem Mietauto nicht unbedingt auf die türkische Seite fahren sollte, lassen wir dieses auf der zypriotischen Seite in einem Parkhaus stehen und überqueren die Grenze zu Fuss. Die Unterschiede vom einem Teil zum anderen sind doch merklich. Hier kann man definitiv zwei Länder innert kurzer Zeit besuchen. Wir geniessen den Bummel durch die autofreien Strassen und landen irgendwann bei einem sehr interessanten Bauwerk: eine Kirche umfunktioniert in eine Moschee. Von aussen und auch von innen ist das Gebäude klar als Kirche erkennbar, aber die Minarette und der Teppich weisen unter anderem eindeutig auf eine Moschee hin. Die Kids wollen zuerst nicht rein. Das Ausziehen der Schuhe ist ihnen suspekt. Als ob diese alten Latschen irgendwer möchte… Schlussendlich lassen sie sich aber dann doch zu einem Besuch gewinnen. Im Park der Moschee hat es eines der unzähligen einladenen Restaurants. Das Meze ist herrlich, der Rest überzeugt nicht grenzenlos.Cyprus, Nicosia, Church

Zurück im zypriotischen Teil lassen wir uns von der Menge durch die Einkaufsgassen treiben. Irgenwann haben wir dann aber genug und fahren mit dem Auto retour zur Ferienwohnung. Da diese nur 50 m vom Strand entfernt liegt, ist klar, wo wir das Zvieri/Apero heute geniessen. Mit den letzten Sonnenstrahlen und einem tollen Ausblick auf das Meer gönnen wir uns Chips, Wasser und Bier. Melia sorgt mit einem angeschleppten Palmenwedel sogar noch für so etwas wie einen Weihnachtsbaum.

Cape Greko
Das Wetter ist wiederum sehr angenehm. Bei rund 20 Grad und viel Sonne geniessen wir den Besuch des westlichen Teils des Landes. Zuerst fahren wir in den National Park um das Cape Greko. Die Landschaft ist schön, die Felsen eindrücklich und das Meer tiefblau. Und doch haben wir uns von diesem Besuch irgendwie mehr erhofft. Weshab wissen wir auch nicht genau… Nach einem Pic-Nic im Park geht es weiter nach Aya Napa. Das Kaff ist ja so etwas wie die Touri-Hochburg des Landes und weitum bekannt. Wir können nur erahnen wie es hier in der Hochsaison zu und her gehen muss. Restaurant, Bar, Fastfood-Laden, Souvenirshops und weiteres reihen sich dicht aneinander. Heute ist aber quasi alles zu und das Kaff so gut wie ausgestorben. Nebensaison kombiniert mit dem 25. Dezember. Da es wirklich so gut wie gar nichts zu tun gibt, steigen wir nicht einmal zum Auto aus. Stattdessen fahren wir weiter nach Larnaca. Hier pulsiert das Familien- und Sonntags-Leben wie man sich dies so vorstellt. An der Strandpromenande schnappen wir uns einen der wenigen Parkplätze und machen was man so macht an einem Tag wie heute: wir schlendern an der Sonne die Promenande auf und ab. Die Kids haben Glück und wir finden einen kleinen Luna Park, wo sie sich vor allem im Gumpischloss lange und mit viel Freude beschäftigen. Zurück in der Ferienwohnung wollen wir noch einmal zum Strand. Doch der aufgezogene Wind ist nicht gerade einladend, so dass wir schliesslich im Garten bleiben. Sobald die Sonne weg ist, wird es auch hier zunehmends kühl und wir sind froh, dass wir auf die Heizung im Haus zählen können.Cyprus, Larnaca, Ship

Choirokoitia und andere Steinhaufen
Nach den drei Nächten im Osten ziehen wir für die nächsten vier Nächte in den Westen. Auf der Fahrt können wir unser erstes Unesco Weltkulturerbe besuchen. In Choirokoitia findet sich eine gut erhaltene Siedlung aus der Steinzeit. Das Ganze ist nicht gross und wir deshalb relativ schnell wieder im Auto. Auf dem Weg zum Mittagshalt an einen Beach kaufen wir Erdbeeren. Heute morgen frisch hier geerntet, verrät mir die Verkäuferin. Wunderbar!!! Das Zmittag ist solala. Immerhin schmeckt der frische Fisch; mindestens der einen Hälfte der Familie. Danach ist noch einmal Zeit für einen weiteren Steinhaufen. In Kurion findet sich ein Amphitheater, einige Mosaiksteinchen, Säulen und gaaaaanz viele sonstigen Steine aus Zeiten vor und nach den Römern. Wenn der doch extrem garstige Wind nicht wäre, dann könnte dies hier sehr toll sein. Das Gelände liegt auf einem Hügel direkt am Meer und die Szenerie ist einmalig. Mit Winterjacke und Mütze bewaffnet laufen wir etwas zackiger als geplant durch die Gegend.Cyprus, Choirokoitia, Gekko

Irgendwann haben dann nicht nur die Kinder genug und wir fahren weiter nach Pafos. Dort werden wir von der freundlichen Vermieterin schon erwartet. Das Haus gefällt uns sehr gut. Wiederum ist einfach alles vorhanden, was man so brauchen könnte – zum Glück auch eine funktionierende Heizung. Den Rest des Abends verbringen auf dem Sofa mit spielen, TV schauen und lesen.

Schnee!!!
Nein, es ist kein Witz:heute schneit es. Aber alles der Reihe nach. Die Wetterprognosen für den heutigen Tag sind schlecht. So entscheiden wir uns für die Fahrt in die Berge zu den Kirchen und Klöstern. Im Wissen, dass die Aussicht wohl ziemlich miserabel sein wird (aber Berge sehen wir ja auch zu Hause), ist der entscheidende Punkt für diese Ausfahrt, dass wir relativ viel Zeit fahrend verbringen können. Und da es bei diesem Wetter eh nicht viel zu tun gibt, ist im Auto sitzen, um zu ein paar Sehenswürdigkeiten zu fahren optimal. Wer sich nun fragt, warum wir überhaupt dorthin fahren wollen, darf 3x raten: genau, es handelt sich um ein Unesco Weltkulturerbe. Total hat es über zehn Kirchen/Klöster, die es anzuschauen gäbe. Wir entscheiden uns für die drei, die in unserem Buch als sehenswerteste deklariert sind. Auf der Fahrt haben wir ein bereits übliches und altbekanntes Problem. Wir fahren an x Tanken vorbei und als wir dann ernsthaft langsam aber sicher eine brauchen, finden wir grad keine. Grrrrrr… wie ich das hasse! Vollgetankt geht es dann doch noch zur ersten Kirche. Leider hat das Ding wegen zu geschlossen. Wir könnten jemanden anrufen, der dann kommen würde, aber dazu haben wir keine Lust. Da es grad nicht schiffet, nutzen wir den Halt stattdessen für ein Pic-Nic auf dem Parklplatz.Cyprus, Church, Roof

Unzählige Kurven weiter treffen wir auf das zweite Gotteshaus. Dieses scheint berühmter zu sein und hat seine Türen geöffnet. Leider regnet es jetzt dafür in strömen, so dass wir den Besuch auch nicht unnötig aussdehnen (die Fresken sind übrigens sehenswert). Zum dritten und letzten Bauwerk – Kirche und Kloster kombiniert – geht die Fahrt weiter den Berg hinauf. Und hier passiert es: aus dem Regen wird Schnee! Wir sind ziemlich froh, dass dieser nicht auf der Strasse ansetzt. Winterpneu haben wir nämlich am Mietauto keine montiert. Der Besuch der Anlage ist wiederum eine nasse Angelegenheit. Den Grossen gefällt die Anlage gut, die Kleinen haben genug Kirchen gesehen. Es ist ihnen schlicht zu dunkel und somit zu unheimlich in diesen Kirchen. Auf der Fahrt zurück nach Pafos sind die Strasssen fast ohne Unterbruch voll mit Steinen. Ziemlich unheimlich was hier an Steinschlag alles runter zu kommen scheint. In Pafos machen wir noch einen Halt in der grössten Mall von Zypern. Die Kids bekommen ein Shirt, die Eltern bekommen ein Zvieri im Taco Bell. Damit sind alle glücklich :-).

Mosaik und Gräber en masse
Da wir gerade im Unceso-Flow sind, steht auch heute ein solches auf dem Programm. Zum “entsetzen” der Kinder ist es wieder ein Steinhaufen. In der Morgensonne, die immer wärmer wird, schlendern wir durch die grosszügige Anlage mit Ruinen und sehr gut erhaltenen Mosaiken. Vor allem die Mosaike mögen zu beeindrucken (und werden am späteren Abend gar nachgezeichnet).Cyprus, Paphos, Castle

Nach dem Kulturprogramm gibt es Futter am Hafen. Während die Eltern sich einmal mehr ein paar Fische in den Magen schlagen, begnügen sich die Kinder mit einem Hot Dog. Wie immer sind sie essenstechnisch eher auf der misstrauischen Seite unterwegs. Wir staunen ab all den Engländern, die sich in Sommerröcken, kurzen Hosen und Flip Flops herum tummeln. Herti Sieche… so warm ist es nun doch auch nicht. Am Nami gibt es nochmals etwas Kultur. In der King Tombs-Anlage gibt es viel zu entdecken. Immer wieder kann man irgendwo in eine Höhle rein kraxeln und Gräber bestaunen. In der Ferienwohnung geniessen wir schliesslich den Rest des Tages mit spielen und lesen. Die Kids sind im Himmel als sie auch noch eine Ration Paw Patrol – ihre neue Lieblingsserie – schauen dürfen. Zum Znacht bleiben wir zu Hause und kochen Menu 2. Pasta und Tomaten und ein paar lokale Dips machen den Abend perfekt.Cyprus, Paphos, Tombs

Off road und Zoobesuch
Wir haben gesehen, was wir von Zypern sehen wollten und heute folgt somit quasi die Zugabe. Wir lassen den Tag entsprechend gemütlich angehen und sind eher spät on the road. Als erstes Ziel haben wir uns den Lara Beach ausgesucht. Hier soll es ganz viele Schildkröten geben, die ihre Eier ablegen und entsprechend wird dann auch fleissig geschlüpft. Dies findet zwar nicht zu dieser Jahreszeit statt, aber der Strand soll trotzdem ein Besuch wert sein. Die letzten Kilometer sind off road. Die Strasse ist doch ziemlich bumpig und wir müssen sogar mehrmals durch Wasser fahren. Alle sind sofort im Element und fühlen sich grad hurti wie in Afrika. Der Strand ist dann leider nicht so wie erwartet. Eine Schönheit sieht anders aus. Sowieso sind wir von den Stränden bis anhin sehr enttäuscht. Wir haben noch keinen “Traumstrand” gesichtet, an dem wir gerne einen Tag die Seele baumeln lassen würden. Zurück auf der Teerstrasse geht es nicht weit bis zum Zoo. Wie immer in anderen Länder sind Zoobesuche interessant und oft auch sehr grenzwertig. Hier geht es noch so einigermassen. Aber die Tiere hätten sicher den einen oder anderen Kumpanen und ein grösses Tiergehe verdient. Den Kids gefällt die Vogelschau, wo Papagaie und Eulen nur knapp über uns hinweg fliegen. Zum Schluss wird dann tatsächlich noch ein Baby-Tiger vorgeführt und alle die wollen, dürfen mit dem extrem süssen Tierchen ein Foto machen. Wir wollen nicht und schauen uns stattdessen den Rest des Areals an, wo es sogar Sibirische Tiger und weisse Löwen zu bestauen gibt. Die Kids sind auf jeden Fall bestens unterhalten und haben dies nach so vielen Steinhaufen und Kirchen auch mehr als verdient. Zurück in der Ferienwohnung werden die Resten verspiesen und der Koffer so halbwegs gepackt. Morgen Abend gehts nämlich bereits wieder zurück in die Schweiz.Cyprus, Paphos, Peafowl

Ein bisschen Aphrodite
Alles ist verstaut und wir sind ready für die Fahrt über die halbe Insel zum Flughafen. Da unser Flug erst um acht Uhr am Abend losgeht, haben wir genug Zeit, um noch die letzten Entdeckungen zu machen. Los gehts mit dem Sanctuary, wo Aphrodite gewohnt haben soll. Einmal mehr einige Steine und Mosaiks. Dank der Kombination mit Ausblick, Wetter und nettem Dorf ein sich lohnender Stopp. Weiter gehts zum Strand, wo Aphordite anno dazu mal aus dem Meer gestiegen sein soll. Der Strand ist gut besucht und wir können uns lebhaft vorstellen, wie es hier in der Hochsaison zu und her gehen muss. Kurze Zeit später sitzen wir in einem Restaurant und lassen uns nochmals so richtig verwöhnen. Das Essen wird zu einem wahren Highlight und wird als bestes dieser Ferien in Erinnerung bleiben. Die Kids finden es auch super, wenn auch mehr wegen dem tollen Spielplatz, welcher das Restaurant so nebenbei auch noch bietet. Nach einem weiteren Schlossbesuch fahren wir definitiv retour nach Larnaca. Eigentlich wollten wir noch ein bisschen an der Meerpromenade spazieren. Aber da die Kids kurz vor dem Ziel einschlafen (wir sind froh, der Abend wird noch lang…) und das Wetter von sehr freundlich zu sehr garstig gewechselt hat, fahren wir ohne Plan noch ein bisschen im Mietauto umher. Irgendwann sind die Racker dann wieder wach und damit doch alle vor dem Flug noch etwas Auslauf bekommen, machen wir noch einen kurzen Walk an einem der Salzseen zwischen Stadt und Flughafen. Die Flamingos, die im Wasser herumstehen, scheint das Wetter nicht zu stören und wir können uns gerade ein bisschen auf zu Hause vorbereiten. Anschliessend folgt das normale Prozedere einer Flugreise. Einziger Action-Faktor: im Flugzeug gibt es einen inter-familiären Streit. Ich hole kurzerhand die Crew und die beiden Streithähne werden auseinandergesetzt. Die Kids merken davon nicht viel. Sie sind bis mehr oder weniger zur Landung mit dem IPad beschäftigt. Um elf Uhr (Mitternacht Zypern-Zeit) landen wir endlich in Zürich und die Beiden werden wie auf Knopfdruck hundemüde. Irgendwie schaffen sie es aber zu Fuss via Passkontrolle – Familien mit Kleinkindern werden an einem Extra-Schalter kontrolliert (grandios!) – zum Gepäckband und sitzen kurze Zeit später auch schon im Auto. Noch vor der Autobahnauffahrt schlafen sie tief und fest, während Papa uns alle sicher nach Hause fährt.Cyprus, Paphos, Lighthouse

Kurzfazit der Reise: sehr einfach zu bereisendes, sauberes und sicheres Land mit einigen Sehenswürdigkeiten und freudlichen, wenn auch zurückhaltenden Leuten. Für uns nicht unbedingt eine Badedestination, da wir keine netten Strände gesichtet haben. Zu dieser Jahreszeit absolut ausgestorben. Es ist null und gar nix los, viele Restaurants sind geschlossen. Uns war es fast ein bisschen zu wenig chaotisch und zu wenig speziell. Das würde man vermutlich auf der türkischen Seite eher finden. Wir haben die Tage genossen und freuen uns, dass wir ein neues Land besuchen durften.

Vereinigte Arabische Emirate & Oman

Aninas erster Flug
Auf gehts in unser nächstes Abenteuer! Dieses Mal führt uns unsere Reise in die Vereinigten Arabischen Emiraten – kurz UAE – und den Oman. Nach UAE zieht es uns hauptsächlich wegen des günstigen Fluges. Gerade mal die Hälfte vom Flugpreis können wir so sparen (und dies obwohl unser Flug weiter nach Muskat geht und der Weiterflug nur noch schlappe 45 Minuten gedauert hätte). Mit dem Mietauto ist man übrigens in rund zwei Stunden ab Dubai im Oman.
Vor dem ersten Flug mit unserer Kleinen sind wir doch etwas angespannt. Wird sie den Druckausgleich schaffen? Wir sie die ganze Zeit schreien? Wird sie etwas schlafen können? Im Family Room überbrücken wir die Zeit bis zum Abflug in höchst angenehmer Atmospähre. In einem riesigen Raum hat es alles was Mama, Papa und die Kleinen sich wünschen damit die Zeit rasch vorüber geht. Dank einem äussert netten Omani können wir im Flugi schlussendlich doch noch alle drei beeinander sitzen. Wir sind sehr froh, dass es klappt, denn so können wir uns zu zweit während des Fluges um Anina kümmern. Start und Landung sowie einmal eine halbe Stunde während des Fluges schläft sie. Den Rest der Zeit verbringen wir mit Essen, herum schauen, spielen, herum laufen, TV schauen… etwas Action muss immer sein! Nur ein paar Mal fängt sie an zu meckern. Meist stört sie dann der Husten und die laufende Nase. Zum Glück daueren diese lauten Wortmeldungen aber immer nur ein paar Minuten. Was sie übrigens gar nicht lustig findet, ist das Babybasket. Viel lieber sitzt sie bei uns auf der Schoss und begutachtet alles vom sicheren Terrain aus. Immerhin eignet sich das Ding als Ablage für unsere 700 Sachen. Nach sechs Stunden Flug landen wir pünktlich in Dubai. Obwohl alles bestens lief, sind wir froh, dass der Flug überstanden ist. Es ist doch ein ganz wenig weniger relaxt mit einem Kleinkind im Flugzeug zu sitzen. Das Reisen mit Baby hat ja durchaus auch seine Vorteile. Von einem konnten wir schon in Zürich mit dem Family Room profitieren. Der nächste erwartet uns bei der Immigration in Dubai. Wir dürfen direkt zum Officer und müssen keine Sekunde in der langen Schlange warten – herrlich! Nach einer gefühlten Ewigkeit haben wir schliesslich auch die Autoschlüssel unseres Mietwagens in der Hand und können uns auf die Suche nach dem Hotel machen. Obwohl es hier schon Mitternacht ist, hat es immer noch sehr viel Verkehr und wir kommen nicht schnell vorwärts. Anina ist immer noch bester Laune, kein bisschen Müde und bewundert lauthals ihren neues Maxi-Cosi. Im Hotel angekommen, gehen wir alle mehr oder weniger direkt ins Bett. Der Tag war doch ganz schön lang und anstrengend.

Anklimatisieren in Dubai
Die Zeitverschiebung CH – UAE beträgt drei Stunden. Entsprechend lange bleiben wir heute im Bett. Erst um halb elf Uhr gibt es Tagwache. Nachdem Anina gepflegt und verpflegt ist sowie die erste Spielstunde hinter sich gebracht hat, fahren wir in ein grosses Einkaufszentrum. Odi hatte schon gestern die ganze Zeit das Gefühl, dass er in Malaysia gelandet sei. Heute geht es nun auch mir ein bisschen so. Wir finden ganz viele Ähnlichkeiten und erfreuen uns vor allem an den vielen Nationalitäten, die hier zu leben scheinen. Nie hätten wir gedacht, dass Dubai so multikulti ist. Im Carrefour stocken wir unsere Vorräte auf. Aus Platzgründen haben wir nur das notwendigste an Windeln, Brei usw. mitgenommen. Wir sind erstaunt, dass wir hier sogar HIPP-Gläser finden. Im Burger King bekommt Anina ihr erstes Pommesfrites. Mit einem lauten Mmmmhhhhh wird dies von ihr freudig kommentiert. Zurück im Hotel gibt es erstmal Siesta. Papa und Tochter machen den Mittagsschlaf während Mama in die Tasten haut und das Tagebuch schreibt. Als alle wieder fit sind, erkunden wir zu Fuss die Waterfront am Dubai Creek. Auf dem Weg dorthin ist es weniger wie in Malaysia als vielmehr wie in Indien, Pakistan oder Sri Lanka. Die Waterfront ist hübsch, fast zu hübsch. Alles ist feinsäuberlich geputzt und ziemlich kitschig nachgebaut. Anina gefallen vor allem die vielen Lichterketten. Den Abend verbringen wir im Hotelzimmer. Wir wollen schliesslich die Reize und Sinne unserer Tochter nicht schon am ersten Tag überstrapazieren. Wirklich Ruhe gibt es aufgrund der Zeitumstellung noch eine Weile nicht. Zudem ist für Anina das meiste einfach noch zu neu, um einfach so einschlafen zu können.

Mussandam
Zu unserer Überraschung werden wir um sieben Uhr von Anina geweckt. Hat sie die Zeitverschiebung überwunden oder ist sie einfach sonst schon wach geworden? Was auch immer der Grund sein mag, wir nutzen die Gunst der Stunde und stehen auf. Den Weg aus Dubai raus zu finden ist gar nicht so einfach. Es hat unglaublich viele Strassen. Ohne Navi wären wir ziemlich verloren. Irgendwann nimmt der Verkehr ab und wir düsen in Richtung des nördlichsten Zipfels vom Oman. Unterwegs gibts einen kurzen Stopp in einem Shoppingcenter. Nahrungsaufnahme und Windeln wechseln sind angesagt. Uns fällt sofort auf, dass hier praktisch nur noch traditionell gekleidete Frauen und Männer anzutreffen sind. Die Tourihochburg Dubai liegt definitiv hinter uns. Der Grenzübertritt klappt ohne Probleme und an einer schönen Küstenstrasse fahren wir weiter nach Kasabh. Kasabah liegt in Mussandam, dem nördlichsten Zipfel’s des Oman’s, welcher von UAE umrahmt wird. Unsere Zweizimmerwohung ist rasch bezogen. So viel Platz hatten wir schon lange nicht mehr. Richtig schade, dass wir uns nur für eine Nacht ausbreiten können. Bevor wir zu einer Erkundungsfahrt aufbrechen gibts Siesta (Anina) resp. wird Wäsche gewaschen (Parentis). Kurz vor Sonnenuntergang finden wir die berühmte Ecke, von welcher wir einen fantastischen Ausblick auf einen der zahlreichen Fjords der Region bestauen können. Nicht umsonst wird die Ecke hier oft mit Norwegen verglichen – Norwegen in Staub könnte man sagen. Das Znacht wird super romantisch. Während neben uns eine deutsche Schulklasse lautstark ihr Znacht geniesst, kotzt unsere Tochter zwei Mal alles voll… Lecker! Der Jetlag scheint übrigens definitv überwunden. Punkt sieben fällt die Kleine ins Koma. Aninas Entdeckung des Tages: Fliegen!
Folgendes können wir nach dem ersten Tag im Oman bereits berichten: super freundliche Leute, alle fahren ganz anständig, hupen ist verboten und für schmutzige Autos bekommt man eine Busse (dies finden wir ganz besonders lustig, haben wir doch in Zimbabwe mal über eine Stunde mit einem Polizist darüber verhandelt, ob wir für unser nicht ganz mehr so sauberes Auto eine Busse bezahlen müssen oder nicht).

Keine Fussgänger erwünscht!
Wir beginnen den Tag im örtlichen Museum von Khasab, welches in einem schönen Fort untergebracht ist. Auf dem Rückweg der Küstenstrasse entlang, stoppen wir einige Male um ein paar Fotos zu machen. Anina geniesst den Wind im Haar und schaut ganz entzückt auf das Meer und die hohen Wellen. Zurück in UAE fahren wir entlang der wohl längsten Baustelle des Landes zum wohl fussgängerunfreundlichsten Kaff des Landes. In Al Fujairah wollen wir uns nach Bezug des Hotels, welches übrigens absolut top ist und überhaupt nicht viel kostet, die Füsse vertreten. Doch leider finden wir praktisch keine Möglichkeit einigermassen anständig mit dem Buggy zum Meer zu laufen. Die ganze Stadt ist ganz Ami-like praktisch auf eine Hauptstrasse konzentriert. Links und rechts findet man alles was man braucht und überall kann man bequem mit dem Auto vorfahren. Nach ungefähr einer halben Stunde geben wir entnervt auf, springen ins nächste Taxi, lassen uns retour zum Hotel fahren und steigen in unser Auto um. Leider werden wir auch an der Meerpromenade nicht warm mit dem Kaff. Es herrscht absolut tote Hosen und der ablandige Wind bläst uns fast ins Meer hinaus. Nach wenigen Minuten sind wir derart durchgeblasen, dass wir uns lieber wieder ins Auto verziehen und an die abendliche Verpflegung denken. Da wir ja eh praktisch in the US and A gelandet sind, ziehen wir die Aminummer gleich durch und kehren im Pizza Hut ein. Auch hier eisige Temperaturen dank der laut röhrenden Klimaanlage. Nichts zum Trotz: die Pizza ist heiss und schmeckt. Nach diesem Tag in UAE freuen wir umso mehr, dass es morgen endlich richtig losgeht mit dem primären Ziel dieser Reise. Oman, wir kommen!

UAE, Fujairah, Minaret

Back to Oman
Bis zur Grenze ist es nicht weit und auch dieses Mal sind wir relativ schnell und ohne viel Papierkram im Oman. Die Fahrt bis nach Muskat dauert dafür ein Weilchen. Nini verschläft mindestens die Hälfte davon, so dass wir trotzdem zackig vorwärts kommen. In der Haupstadt angekommen, gibt es zuerst eine Zappelstunde für die Kleine. Der Drang nach Bewegung ist nach einer Autofahrt immer gross. Am späten Nami fahren wir zum Stadtstrand und geniessen mit ganz vielen Einheimischen die letzten Stunden bei Tageslicht. In einem westlichen Restaurant – die anderen haben wir auf die schnelle noch nicht gefunden – gibts ein feines Znacht an der frischen Luft. Zurück im Hotel muss sich die Kleine zuerst einmal an ihr Babybett gewöhnen. Bis jetzt hat sie immer am Boden gut gepolstert auf einer Campingmatte geschlafen. Nun haben wir zum ersten Mal in einem Hotel auch ein Bett für sie bekommen. Aktueller Stand: Papa gibt nochmals Schoppen, die Kleine zappelt nicht mehr ganz so fest…

Muscat
Heute steht Sightseeing in der Hauptstadt auf dem Programm. Die Stadt verteilt sich auf einer Länge von sage und schreibe 50 Kilometer. Und dies bei 1 Million Einwohner! Irgendwie nachvollziebar, dass man hier vergebens nach Hochhäusern sucht. Was man auch vergebens sucht, ist ein richtiges Zentrum. Überall (ist ein wenig übertrieben, so viel hats nicht…) findet sich eine Kleinigkeit zum Anschauen. Wir beginnen die Tour im alten Teil von Muskat. Hier gibt es zwei Forts und den Palast vom Sultan zum Bestaunen. Da man alles nur von aussen besichtigen kann, ist dieser Teil rasch abgehackt. Weiter gehts an einen Abschnitt der Meerespromenade resp. in einen Park am Meer. Fläschchen und Siesta sind angesagt. Da Nini nach einer Stunde noch immer hundemüde ist, aber im Wagen nicht mehr schlafen will, fahren wir mit dem Auto einen weiteren Teil der Stadt ab. Hier gibts allerdings nichts zu sehen ausser Stau und gaaaaaaaaaaaanz viele Autos. Kein Wunder hat es hier so viele Autos, wir haben heute für schlappe 8 Franken 30 Liter getankt! Und öV gibt es praktisch keinen! Und für mich als Bahni ganz unvorstellbar: es gibt keinen Zug im Oman! Als nächstes ist das Quartier rund um den Hafen an der Reihe. Hier hat es am meisten Touristen. Ein Grund ist sicher das Kreuzfahrtschiff, welches geankert hat. Ein weiterer ist der Suk, wo man alles mögliche und unmögliche erstehen kann. Zum Schluss des Tages gehen wir nochmals an einen Abschnitt des Stadtstrandes. Wiederum haben sich viele Einheimische – vor allem zum Fussball spielen – versammelt. Ein schöner Abschluss dieses Tages in Muskat. Futter gibts im Hotelzimmer. Wir sind derart hundemüde und erledigt, dass wir nur noch Lust auf eine Nudelsuppe haben. Kurz nach der Tochter zieht es auch uns ins Bett. Die ungewohnt viele Sonne und der Wind haben an der Energie gezehrt. Guet Nacht!

Oman, Muscat, Dove

Zwei Forts und einige Sorgen
Da man Muscat nach einem Tag angeschaut hat, fahren wir heute ins Hinterland. Zwei Forts stehen auf dem Programm. Das erste ist solala. Das zweite ist dann wirklich ein Besuch wert.

Oman, Nakhal, Fort

Die Ruhe und die Weite sind der Hammer. Nini ist auch ganz aus dem Häuschen. Wie die Tochter von Indiana Jones schaut sie umher. Es gibt ganz viel neues zu entdecken. Zurück im Hotel kommt dann der weniger schöne Teil des Tages. Die Kleine hat Durchfall und wir sind in Sorge was sich daraus noch ergeben wird. Schlussendlich geben wir ihr eines dieser Mittel, die ich für den äussersten Notfall gekauft habe, und lesen im Internet nochmals alles zu diesem Thema nach. Schauen wir mal was der morgige Tag bringt und hoffen wir das Beste.

Allerlei
Um es vorneweg zu nehmen: Anina gehts leicht besser. Nur noch einmal muss sie den ganzen Tag stuhlen und dieses Mal sieht das Ganze ziemlich flockig aus. Was wir nun noch versuchen müssen, ist, sie zum Trinken zu zwingen. Futtern findet sie irgendwie gar nicht lustig und so sind wir den ganzen Tag bemüht, ihr immer wieder etwas Flüssigkeit zu verabreichen. Ansonsten ist sie wieder recht fröhlich und fit – Glück gehabt! Mama’s Durchfall sei deshalb hier nur am Rande erwähnt. Mir helfen ein paar Immodiums und Bioflorins durch den Tag. Fertig von den Sch…-Geschichten, schliesslich haben wir heute auch noch anderes zu berichten. Also: Südlich von Muscat besuchen wir das erste Wadi. Mit dem Boot fahren wir die ersten paar Meter in die Schlucht hinein bevor es zu Fuss weitergeht. Irgendwann wird es mir mit der Kleinen zu steinig, so dass wir Siesta (und interkultureller Austausch mit zwei pakistanischen Familien) machen und den Papa alleine losziehen lassen. Das einzige was die schöne Szenerie trübt, sind die vielen Wasserrohre und der Abfall, den mal leider immer wieder am Boden verstreut findet. In Sur, einem Städtchen direkt am Meer, ist dann überhaupt nix los. Eigentlich wollten wir hier ein bisschen herum spazieren und das tägliche Leben beobachten. Da aber heute Freitag (= Sonntag) ist, bleibt alles geschlossen und so ziemlich jeder Omani zu Hause. So fahren wir bald weiter nach Ras-al-Hadd. Hier haben wir ein Zimmer direkt am Meer reserviert. Die Küste ist berühmt für die vielen Schildkröten, die hier ihre Eier ablegen. Leider tönt das ganze etwas schöner als es dann schlussendlich ist. Der Strand wird vor allem für 4×4-Experimente und Familien-Pic-Nic’s mit viel Abfall genutzt. Anscheinend soll es einige Kilometer weiter südlich einen geschützten Strandabschnitt geben. Hoffen wir, dass dem effektiv so ist und die Turtles dort ihre Ruhe haben. Am Abend wir leider der Durchfall von Anina wieder schlimmer. Wir beschliessen, dass wir morgen früh die Hotline des Inselspitals kontaktieren, um nachzufragen, ob wir alles richtig machen und was wir sonst noch beachten sollen. Da wird das erste Bier im Oman gleich wieder zur Nebensache…

Spital und Wüstencamp von Aussen und Innen
Wie vorgenommen, ist unsere erste Tat heute der Anruf in die Schweiz. Die Ärztin meint, dass wir alles korrekt machen und wir uns aufgrund der von uns geschilderten Tatsachen nicht allzu viele Sorgen machen sollen. Leider nützen die bis anhin verabreichten Bioflorin’s überhaupt nichts. Kaum im Auto gibt es wieder unschöne Geräusche aus dem Windelbereich. Beim nächsten Spital legen wir deshalb einen Halt ein. Wir wollen ihr Gewicht checken lassen. Ohne warten zu müssen, werden wir gleich in ein Behandlungszimmer geführt, wo wir alleine das Gewicht checken dürfen (alles i.O.) und anschliessend auch noch eine Ärztin vorbei kommt. Auch sie meint, dass wir uns keine Sorgen machen sollen (sie schiebt das ganze auf die vier Zähne ab, die oben am wachsen sind…) und versorgt uns gleich noch mit einem Sack voller Medis. Der ganze Service inkl. Medis kostet keinen Cent! Beruhigt fahren wir weiter. Am Nami treffen wir im Wüstencamp Al Areesh ein. Hier zwischen der ersten und der zweiten Düne links (so Odis Wegbeschreibung.. er findets!) werden wir heute nächtigen. Wir haben uns für dieses Camp entschieden, da es das einzige ist, welches per 2×2 erreichbar ist. Das Camp ist sehr in die Jahre gekommen und absolut Basic. Wie auch immer, wir geniessen’s trotzdem – auch mit Hausmaus im Zimmer… Als die ärgste Sonne vorbei ist, besteigen wir die Dünen gleich hinter dem Camp. Anina findet den Sand äusserst suspekt und will partout keinen Fuss hinein setzen. Latest news von der Durchfallfront: Anina dank Medi trocken resp. sauber. Last but not least: der Appetit ist zurück gekehrt. Sie trinkt Milch wie eine Irre und schafft sogar fast wieder ein ganzes Gläschen Früchte. Well done, little honey!

Fast ein bisschen wie auf dem Campingplatz
Nach einer recht mückenreichen Nacht (seit wann um Himmelswillen hat es in der Wüste Mücken?) schnappen wir uns noch kurz was zum Frühstück bevor wir in die gebrigige Region Omans weiterfahren. In der Nähe von Nizwa beziehen wir in einer Camping ähnlichen Anlage ein kleines Häuschen mit Kunstrasen und viel Schatten. Den Nami haben wir für relaxen, haushalten und Vorräte aufstocken reserviert. Während die Ladies den Kunstrasen zum Spielen nutzen, wäscht der Herr die Wäsche (gut erzogen, nicht? :-)). Das Znacht gibt es auf dem grossen Bett in Form eines Pic-Nic. Der Kleinen passt das sichtlich. Sie schmatzt das Toastbrot mit grosser Freude und vielen Brosmen weg. Den Durchfall erklären wir heute übrigens offiziell als für beendet. Nun ist es nur noch grüslig :-).
Folgender Gedanken, der uns immer wieder zu Gesprächen anregt, sei heute noch erwähnt: Wir finden es irgendwie paradox, dass wir uns bis anhin fast überall in UAE und an den Küstenorten im Oman oft wie in Amerika fühlen. Obwohl der Nahe Osten doch meist sehr bemüht ist, sich vom Kapitalismus und vom Westen fern zu halten, sind schlussendlich auch in diesen Breitengraden keine anderen Bedürfnisse vorhanden. Hmmmm… Last but not least eine schöne Gegebenheit zur Kleidung der Omani’s: Die Männer tragen fast ausnahmslos alle sehr stolz diese immer schneeweissen Gewänder (wie schaffen die das bloss immer so sauber zu bleiben?) und die traditionelle Kopfbedeckung. Anina findet diese weissen Umhänge sehr faszinierend. Etwas weniger faszinierend sind für sie die in schwarze “Umhänge” gekleideten Frauen mit den bedeckten Gesichtern. Denen schaut sie irgendwie weniger gerne hinterher. Obs am Geschlecht, an den Farben oder an was auch immer liegt, bleibt ihr Geheimnis.

Ein langer Tag mit vielen Highlights
Heute stehen ganz viele Highlights auf dem Programm. Beginnen tun wir mit einem Blick auf Wadi Ghun. Am Hang des Wadi – also am Felsen – bietet ein altes aus Lehm gebautes Dorf mit seinen grünen Gärten ein wunderschönes Motiv. Weiter gehts zum Grand Canyon von Arabien. Die Strasse wird immer steiler und wir kämpfen uns Meter für Meter den Berg hinauf. Im Lonely steht, dass man auch mit einem 2×2 bis ganz nach oben fahren kann. Dies sei aber eher leicht gestört, denn vernünftig. Wir lassen uns davon nicht beeindrucken und schaffen auch die ungeteerte Teerstrasse ohne Probleme. Schliesslich sind wir aus der Schweiz und der Weg ist in etwa so, wie wenn man bei uns auf eine Alp fährt. Der Blick in den Canyon ist ziemlich beeindruckend. 1000 Meter solls hier runter gehen. Vom höchsten Berg (knapp 3100 Meter) gleich vis-à-vis bekommen wir aufgrund der Wolken leider nicht viel zu sehen. Zum Glück haben wir übrigens nicht hier oben übernachtet. Es ist saukalt und ausser in den Canyon zu blicken und sich etwas die Beine zu vertreten gibts genau gar nix zu tun. Anina verpennt fast den ganzen Gipfelaufenthalt und die Rückkehr ins Tal – trotz Geschüttel. Der nächste Stopp ist wieder ein Dorf am Hang. Auch hier viele Lehmbauten, viele Gärten, viele Bewässerungskanäle, usw. Hübsch! Last but not least gibts zum Abschluss des Tages noch ein Unesco Weltkulturerbe. Die Festung bei Bahla und die dazugehörige 20 Kilometer lange Mauer zeigen sich in der schönsten Abendsonne. Leider können wir das Fort nicht von innen besichtigen. Das Ding wird seit mehreren Jahren renoviert und ist nur am Freitag und Samstag geöffnet. Stattdessen beobachten wir das Daily Live von Bahla. Genau so haben wir uns den Oman vorgestellt! Ein würdiger Abschluss des ereignisreichen Tages.

High -und Lowlights
Den Tag starten wir beim Schloss von Jabrin. Auch diese Festung gefällt uns sehr gut und wir geniessen die friedlich und idyllische Morgenstimmung in und auf der Burg. Weiter gehts zum zweiten und auch gleich letzten Unesco Weltkulturerbe dieser Reise. Unweit von hier finden sich im Hinterland auf vielen Hügeln uralte Gräber, die aussehen wir Bienenstöcke. Im ersten Dorf können wir diese klar sehen. Leider finden wir aber keinen Weg zu den Steinhaufen, um das ganze aus der Nähe beboachten zu können. Dafür entschädigt die Landschaft drum herum mit einer einzigartigen Szenerie.

Oman, Landscape

Auch im nächsten Kaff – hier sollte das eigentlich Zentrum der Grabüberbleibsel sein – wirds nicht besser. Im Gegenteil, hier muss man richtig genau schauen, um überhaupt etwas erkennen zu können. Wir sind ziemlich enttäuscht und haben eindeutig mehr erwartet. Das nächste Lowlight wartet nicht lange auf sich. Wir haben uns eingestellt auf ein grosses Zimmer mit seating area und Balkon. So stands auch auf unserem Voucher… Als wir jedoch das Zimmer im Hotel betreten, können wir nicht einmal ein Fenster entdecken. Guten Mutes gehen wir dies an der Reception melden und bekommen prompt einen neuen Schlüssel. Leider ist die Freude nur von kurzer Dauer. Das Zimmer sieht genau gleich aus! Verarschen können wir uns auch selber… Nach einigen Diskussionen mit dem nicht wahnsinnig netten Receptionisten müssen wir feststellen, dass wir uns wohl oder übel mit der Absteige abfinden müssen. Es gäbe zwar grössere Zimmer mit Fenster und so, aber wir hätten eben ein anderes gebucht. Da wir keine Lust haben uns davon den Tag verderben zu lassen, stoppen wir die doch sinnlosen Diskussionen und werden uns stattdessen mit einem entsprechenden Review im Internet nochmals zu Wort melden. Anina gefällts übrigens auch gar nicht. Sie hat bereits beim Betreten des Hotels angefangen zu weinen. Und im Zimmer wirds zuerst auch nicht besser. Das ganz ist wohl auch ihr einfach zu düster. Der Abschluss des Tages wird dann wieder sehr versöhnlich. Im Fort in der Stadtmitte platzen wir in einen kuluturellen Event. Uns scheint, dass hier verschiedene Dörfer mit verschiedenen Trachten und Traditionen ihr Leben und ihr handwerkliches Geschick den Stammesältesten der Region vorstellen. Mit offenen Armen werden wir empfangen und gebeten uns alles genau anzuschauen. Und es kommt noch besser: wir müssen für das staatliche Fernsehen ein Interview geben! Na ja, viel schlaues haben wir nicht über die Lippen gebracht. Aber wir wurden auch nicht viel schlaues gefragt. Unseren Weihnachtsbraten genehemigen wir uns mit einem feinen Pic-Nic aus dem Supermarkt auf dem Bett im ach so gemütlichen Zimmer. In diesem Sinne “Merry X-Mas to all of you”. Im Einkaufszentrum ruft der Imam übrigens über die Lautsprecher zum Gebet auf… Fast wie bei uns die Hinweise auf die Aktionen.

Bye bye Oman, back to UAE
Wir sind früh on the road und fahren Richtung Grenze. In UAE, genauer in Al-Ain, angekommen, schauen wir uns zuerst den Kamelmarkt an. Es hat unzählige Tiere, die man hier für “wir-wissen-nicht-wie-viel” kaufen kann. Genau wie für uns die Kamele eine Attraktion sind, ist unsere Kleine für die Kamelverkäufer eine Attraktion. Mehrere Male wird sie mir buchstäblich aus den Armen gerissen und freudig begrüsst. Sie trägt das ganze mit Fassung und zeigt viel Interesse an den grossen Tieren. Im nahen Shoppingcenter gibts Verpflegung bevor wir den lokalen Zoo besuchen. Für diese Breitengrade ist die Anlage gar nicht so schlecht. Zu unserer Freude zeigt Anina bei den afrikanischen Tieren am meisten Interesse. Vor allem die Giraffen scheinen ihr sehr zu gefallen. Am späteren Nami schliessen wir das Sightseeing-Programm ab und checken im Hotel ein. Heute erwartet uns diesbezüglich das genaue Gegenteil von gestern. Wir haben nämlich im Hilton ein Zimmer gebucht. Nicht dass wir zu viel Kleingeld hätten, aber das Zimmer war auf Booking.com derart günstig, dass es doof gewesen wäre etwas anderes zu buchen. Wir fühlen uns gleich sehr willkommen. Nicht nur weil wir sogar ein Upgrade in ein noch besseres Zimmer bekommen. Auch sonst ist alles um Klassen besser (war ja auch zu erwarten). Den Rest des Tages geniessen wir diesen Luxus und lassen es uns einfach nur gut gehen. Einzig Paris zeigt sich nicht…

Liwa Oasis
Ein letztes Mal wollen wir heute Wüstenluft schnuppern. Dazu fahren wir in die Oase von Liwa. Ca. 200 Kilometer landeinwärts taucht wie aus dem Nichts plötzlich ganz viel grün auf. Wir sind da! Es ist wirklich unglaublich, wie es auf einen Schlag so grün werden kann. Die meisten Farbtupfer kommen von den Dattelpalmen. Es gibt aber auch eine Düne, welche von oben bis unten mit Gras bewachsen ist. Crazy! Wie viel Wasser das wohl braucht!?! Auch heute ist das Hotel nicht von schlechtern Eltern. Da das Zimmer bei unserem Eintreffen noch nicht ready ist, relaxen wir auf der Terrasse am Schatten und geniessen die Ruhe. Am späteren Nami fahren wir nochmals ein Stück weiter in die Dünen hinein. Mitten durch die Wüstenlandschaft führt eine geteerte Strasse zu einer der höchsten Dünen der Welt. 300 Meter hoch soll diese sein. Gefühlsmässig scheint uns dies jedoch leicht übertrieben. Bei der Düne selber ist es nicht mehr ganz so schön wie auf der Fahrt dorthin. Hier findet sich einer der grössten Männerspielplätze, die wir je gesehen haben. Mit allen möglichen und unmöglichen Fahrzeugen kann man die Dünen rauf und wieder runter rasen. Wir besteigen das Ganze lieber zu Fuss einige Kilometer entfernt. Hier werden wir nicht von Motorengeräuschen gestört und haben den umliegenden Sandkasten für uns ganz alleine. Anina gefällts. Sie jauchzt laut beim Besteigen der Dünen und beim bergab Rennen sowieso.

UAE, Liwa, Desert

Tolle Corniche!
Die Fahrt nach Abu Dhabi ist relativ lang. Um ein bisschen die Beine vertreten zu können, machen wir in der Garage eines Scheiches Halt. Der Autofreak hat hier alle seine Fahrzeuge parkiert. Wenn ich von allen spreche, dann meine ich ca. 200 Autos! Jedem sein Hobby… Die Sammlung ist auf jeden Fall auch für Nicht-Auto-Freaks eindrücklich. In Abu Dhabi angekommen, werden wir einmal mehr in ein besseres Zimmer gesteckt. Wir haben viel Platz und im Nu sieht es aus, wie eine Bombe eingeschlagen hätte :-). Die Hauptstadt gefällt uns auch auf Anhieb. Vor allem die Wasserfront (= Corniche) ist super sympa. Auf der einen Seite viele Parks (voll mit Familien beim Pic-Nic und Grillen) auf der anderen Seite der wohl sauberste Strand, den wir je gesehen haben. Anina findets auch Klasse. Nicht nur die vielen Spielplätze sind ein Traum, auch am Sand findet sie diese Mal sofort Gefallen. Leider ist es zum Baden viel zu kalt und windig. Seit ein paar Tagen fegt uns immer ein kühler Wind um die Ohren. In der riesigen Marina Hall gibts im Food Court Futter und im Carrefour einen kurzen Einkauf. Ansonsten kommt keine Shoppinglaune auf. Es hat viel zu viele Leute und wir sind froh, als wir wieder im Auto sitzen und bald im Hotel ankommen.

Abu Dhabi
Sightseeing-mässig bietet Abu Dhabi nicht allzu viel – klammert man die Vergnügungsparks und die Museen aus. Wir sind trotzdem zuversichtlich, dass wir uns den Tag ohne Langeweile um die Ohren schlagen können. Beginnen tun wir mit unserer Tour in der grossen Moschee. Das ganz in weiss gehaltene immens grosse Bauwerk ist sehr eindrücklich. Über 40’000 Gläubige sollen hier Platz zum Beten finden. Anina ist vor allem von der Innenausstattung fasziniert.

UAE, Abu Dhabi, Mosque

Noch nie hat sie so viele funkelnde Steinchen (für uns die Kronleuchter) auf einmal gesehen. Immer wieder japst sie laut los und klatscht vor lauter Freude in die Hände. Weiter gehts ins Hotel Emirate Palace. Hier steigen die Superreichen ab (ein Blick auf Booking.com zeigt, dass das günstigste Zimmer für 800 Dollar die Nacht zu haben ist). Das Fussvolk darf immerhin einfach so in der Lobby herum laufen. Obwohl Flip Flops eigentlich nicht erlaubt sind, können wir uns ohne Probleme mit unseren Strassenlatschen am vielen Sicherheitspersonal vorbei schleusen. Das Highlight ist wohl der WC-Besuch. Ansonsten ist uns alles eine Spur zu kitschig, zu goldig, zu funkelnd, zu mondän. Nach einem Imbiss in einem Restaurant mit Blick aufs Wasser machen wir uns auf die Suche nach einem Strand. Wir wollen unserer Kleinen nochmals den grossen Sandkasten zeigen. Die Suche erweist sich als nicht ganz einfach. Zwei verschiedene Orte, bei denen im GPS das Wort Beach vorkommt, fahren wir an. Schlussendlich landen wir wieder an der Corniche und haben einen Umweg von rund 50 Kilometer gemacht. Das Gute am ganzen: Anina hat im Auto herrlich ihren wohlverdienten Nachmittagsschlaf abgehalten.

Skifahren in Dubai
Langsam aber sicher gehen unsere Ferien dem Ende entgegen. Unser Kreis schliesst sich so denn auch heute in Dubai. Auf dem Weg dorthin fahren wir zuerst auf die berühmte Palme. Ausser vielen Wohnhäuser und dem Hotel Atlantis gibt es hier aber überhaupt nichts anzuschauen. Nicht einmal die Beine können wir uns am Meer vertreten. Alle Parkplätze sind ausnahmslos gesperrt (später erfahren wir warum: am Silvester soll hier das grösste Feuerwerk ever gezündet werden. Dazu braucht es natürlich ein bisschen an Vorbereitung). So sind wir schlussendlich schneller als gedacht in der Mall of Emirates. Diese Mall hat die Besonderheit, dass dort eine Skihalle untergebracht ist. Und so stehen wir auf einmal in Flip Flops vor dem Winter und blicken auf in Einheitsskianzüge gekleidete verrückte Touristen, die hinter einer Scheibe mit Schnee spielen. Crazy!!! Da wir uns zu Hause noch früh genug wieder mit dem Winter beschäftigen müssen, schauen wir dem bunten Treiben aus sicherer Distanz zu. Uns frierts schon, wenn wir nur daran denken, wie kalt es hinter der Scheibe resp. bei uns zu Hause ist. Im Hotel angekommen, müssen wir zuerst unsere siebenhundert Sachen ins Zimmer transportieren und ein bisschen Ordnung schaffen. Immer wieder erstaunlich, wie viel sich in drei Wochen ansammeln kann! Zum Znacht gehts wieder mal in einen Food Court in einem Shopping Center. Obwohl wir heute gesund asiatisch essen und absichtlich auf Pommes verzichten, schafft es unsere Tochter dem Nachbarstisch einige Fritten abzuschnorren. Ihre Charmeoffensive ist einfach immer wieder erfolgreich.

Burij Khalifa – das höchste Gebäude der Welt (881 Meter)
Unglaublich aber wahr: Heute verbringen wir den ganzen Tag in und um die Mall of Dubai! Das Auto lassen wir im Autoland UAE stehen und fahren stattdessen mit der Metro zur Mall. Der erste Versuch in diese einzusteigen, ist nicht sehr erfolgreich. Wir kommen nämlich mit dem Buggy gar nicht erst in den Wagen rein, so viele Leute hat es (es ist bereits nach 9 Uhr!). Ohne lange zu überlegen, kaufen wir neue Tickets. Dieses Mal für die Golden Class. Und siehe da, hier ist das Ganze doch um einiges angenehmer. In der Mall angekommen, suchen wir zuerst das Eisfeld. Während man gestern Skifahren konnte, kann man sich hier nun die Zeit mit “schlööfle” vertreiben. Weiter gehts zum Aquarium. Anina gefällts. Sie fängt bereits beim grossen Becken an laut zu kreischen und in die Hände zu klatschen. Das riesige Becken inkl. Tunnel ist wirklich eindrücklich. Es hat unglaublich viele verschiedene Fische und unsere Tauchgene machen sich entsprechend bemerkbar. Zwei Stockwerke weiter oben gibt es zudem ganz viele kleinere Becken und Gehege mit allerhand Fischen, Pinguinen, Otter, Reptilien usw. Auch hier ist alles sehr schön hergerichtet. Das Dälhölzli ist wirklich ein Sch**** dagegen – auch das neue Aquarium! Während die Kleine anschliessend Siesta macht, stärken sich die Eltern mit iranischem Futter. Die Stärkung ist denn auch dringend notwendig, denn die Mall ist derart gross, dass wir gefühlte Kilometer latschen müssen, um einerseits den Brunnenpark und andererseits den Eingang zum höchsten Gebäude der Welt, dem Burij Khalifa, zu finden. Der Burij ist eine Augenweide für sich.

UAE, Dubai, Burj Khalifa

Das schlanke Gebäude mit dem schlichten Design gefällt uns. Nach dem Bestaunen von Aussen ist die Fahrt zum Observation Desk an der Reihe. Die Tickets haben wir von zu Hause aus für eine fix definierte Zeit reserviert. Man tut gut daran, dies so zu tun. Tickets ab der Stange kosten 4x mehr – über 100 Franken pro Person! Der Lift bietet auch einen Weltrekord. 10 Meter pro Sekunde schafft das Ding. Im 124. Stock, also etwa in der Hälfte, gibts dann ganz viel Aussicht. Dubai ist immens gross. Aber uns scheint, dass es immer noch viel Platz für weitere Bauten und Projekte gibt. Die Skyline gehört eher in die Kategorie “na ja…”. Nach all dem Programm haben wir genug und machen uns auf in Richtung Hotel. Auch jetzt ist die Golden Class wieder die weitaus bessere Entscheidung. Die 2 Franken pro Person sind sehr gut investiert und bringen uns stressfrei “nach Hause”.

Last lazy day in Dubai
Frisch und munter machen wir uns auf zu den Souks von Dubai. Gewürze, Gold und sonst alles was man sich vorstellen kann, wird hier feil geboten. Nachdem wir vor einem Jahr die Märkte in Marokko besucht haben, haut uns das Angebot und vor allem die Aufmachung hier aber alles andere als aus den Socken. Entsprechend sind wir dann auch schnell wieder in Richtung Hotel unterwegs. Dort schnappen wir uns zum letzten Mal das Auto und fahren in einigen riesigen Park. Wir wollen noch ein bisschen die Sonne geniessen und uns etwas frische Luft gönnen. Das Angebot im Park ist übrigens immens: mehrere Spielplätze, Minigolf, Vergnügungspark, Velos, Gondelbahn, Vogelpark usw. Wir liegen vor allem im Rasen… Um dann doch noch etwas anzuschauen, suchen wir das Delfinarium. Irgendwie landen wir dann aber in einer Art Verkehrshaus für Kinder. Auch nicht schlecht, für Kids sehr unterhaltsam und sowieso gesünder für die Delfine. Am Abend bleiben wir im Hotel. Packen und noch ein bisschen die Füsse hochlagern ist angesagt. Die Nacht wird lang genug. Unser Flug geht um 2.15 Uhr! Und so brechen wir denn spät am Abend auf zum Flughafen, geben das Auto retour, checken ein und rutschen am Flughafen von Dubai in das neue Jahr. In diesem Sinne HAPPY NEW YEAR TO ALL OF YOU. By the way, der Flug verläuft zurück in die Schweiz verläuft optimal. Nini schläft bis zum Früstück und ist auch sonst ein Engel über den Wolken.